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Schusszahlen

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Die tatsächlich abgegeben Schüsse pro Jahr erreichen unserer Meinung nach nicht annähernd die von der Stadt angegebenen Zahl von 242.000 Schuss pro Jahr. Diese zugegebenermaßen zunächst rein subjektive Einschätzung wird durch folgende Ungereimtheiten bzw. Fakten gestützt:

Beurteilungsgrundlage laut Gemeinderatsdrucksache (GR-Drucksache Nr. 298, Seite 8 oben) sind bisher 1.700 Schuss pro Schießtag. Dieses ergibt bei 100 Schießtagen 170.000 Schuss und keine 242.000 Schuss, wie in der Gemeindedrucksache notiert. Wir sind aber der Meinung, dass bisher noch viel weniger geschossen wurde. Aber schon dieser Vergleich zeigt Ungereimtheiten.

Weiterhin ergibt sich durch die Anzeige/Genehmigung von nur 150 Stunden am Samstag (Anzeige von 1996), dass rechnerisch nur an ca. 20 statt an 50 Samstagen geschossen wurde. Schon allein dadurch ergäbe sich dann bei 1700 Schuss pro Schießtag eine Schusszahl von nur 70 x 1700 = 119.000 Schuss.

Weitere Reduzierungen:
Im Winterhalbjahr konnte bisher an den Werktagen außer Samstag wegen Dunkelheit häufig nicht geschossen werden (siehe unter Schießzeiten).

Außerdem befinden sich an den Werktagen außer Samstag nur ca. 12 Schützen (statt 40) auf der Anlage. (Antrag von Oktober 1997 und http://www.koepfertal-initiative.de/html/schusszahlen.html )

Wurde das Verbot des gleichzeitigen Schießens (Erlaubnis vom 25.06.1962, Seite 2, Punkt 3) auf den Bahnen und der Trap-Anlage bei der Ermittlung der Schusszahlen berücksichtigt?

Die von der Stadt und der Presse angekündigte Reduzierung der Schusszahlen von 242.000 auf 236.000 Schuss pro Jahr soll unserer Meinung nach eine Reduzierung der Lärmbelastung nur vortäuschen. Die 242.000 Schuss sind eine rein fiktive Festlegung und entsprechen überhaupt nicht der bisherigen Realität. Tatsächlich stellt unserer Meinung nach die Festschreibung auf 236.000 Schuss pro Jahr eine erhebliche Ausdehnung der möglichen Lärmbelastung dar.

Die Festschreibung auf 236.000 Schuss jährlich bedeutet durchschnittlich 3.000 mögliche Schuss jeden Samstag (236.000 Schuss / 630 Stunden x 8 Stunden). Wobei es noch mehr werden könnten, falls einmal nicht geschossen wird und die KJV sich so Kontingente "anspart". Diese wäre faktisch überhaupt keine Beschränkung der KJV in Bezug auf die genehmigten Schüsse pro Tag. 8 Stunden lang alle 9,6 s ein Schuss während jeden Samstags eines Jahres stellt keine Einschränkung im Sinne der Erholungssuchenden dar.

Daher muss unbedingt auch die maximale Schusszahl, die an einem Tag abgegeben werden darf, auf das bisherige Maß begrenzt werden, um einer derartigen Ausdehnung entgegen zu wirken.

Eine Grundlage für eine realistische Schusszahl ist das Lärmschutzgutachten vom 24.01.2000 des Ingenieurbüros Heine+Jud. Für die Berechnung des Beurteilungspegels musste damals die maximal geschossene Schusszahl pro Tag benutzt werden, um die Gültigkeit des Bebauungsplanes Badener Hof zu überprüfen. Hier wurden als Grundlage des Gutachtens folgende Schusszahlen berücksichtigt (Gutachten 24.01.2000, Seite 12) 9:

  • 100m-Bahn300 Schuss
  • Keiler-Bahn300 Schuss (Kugelbahnen zusammen 600 Schuss)
  • Hasen-Bahn200 Schuss (Schrot)
  • Trap-Anlage400 Schuss (Schrot)

Die Zahlen werden sogar in dem Erläuterungsbericht der von der KJV beauftragten Firma "wave" (wave, 02.04.20033) für die neue Anlage bestätigt. Der einzige Unterschied ist, dass im Rahmen der neuen Anlage für den Hasenstand 300 Schuss pro Tag angegeben werden.

Insgesamt ergibt sich damit eine maximale Gesamtzahl von bisher 1.200 Schuss pro Tag.

Geht man von diesen 1200 Schuss pro Tag aus, ergeben sich bei 100 Schießtagen 120.000 Schuss pro Jahr. Um daraus die tatsächliche bisherige Gesamtschusszahl pro Jahr zu ermitteln, müssten dann noch die oben erwähnten Korrekturen (Schießen nicht jeden Samstag, kein Schießen Mo/Mi im Winter, Mo/Mi nur 12 Schützen) berücksichtigt und entsprechend abgezogen werden.

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